Tierisch gute Rezepte...

Tierisch gute Rezepte...
..."Oooh Summer Wine"...

Sonntag, 20. November 2016

Die allererste Weihnachtsbäckerei: Elisenlebkuchen

Hallo!

Ja, ich gebe es zu - ich habe schon Weihnachtsgebäck gegessen und gebacken. Allerdings erst seit Ende Oktober und nicht schon im September, obwohl es ab da ja schon die ersten Spekulatius zu kaufen gab ;) Und ich habe mich an's Grünwald'sche Lebkuchengesetz gehalten, das es ja verbietet, Lebkuchen vor dem 1. November in Verkehr zu bringen und zu verzehren ;) Daher habe ich die Elisenlebkuchen zusammen mit meiner Mama auch erst am 12.11. gebacken...

Und weil sie so lecker waren, habe ich sie gleich ein paar Tage später beim gemeinsamen Plätzchenbacken mit meinen Freunden wieder aus der Rezeptschublade gekramt! Da waren sie ja noch gar nicht so lange verstaut.

Ich wundere mich immer wieder, wie ein so einfaches Rezept so leckere Lebkuchen fabrizieren kann. Vielleicht machen es die vielen Eier, vielleicht die Tatsache, dass keinerlei Mehl und stattdessen Haselnüsse und Mandeln verwendet werden...aber such dir selber eine Begründung - oder genieße sie einfach so, ohne über irgendwas nachzudenken außer über den weihnachtlichen Geschmack dieser saftigen Lebkuchen!

Hier also das Rezept:

Für ca. 1 Blech brauchst du:

  3 Eier
150 g Zucker
120 g gemahlene Haselnüsse
120 g gemahlene Mandeln
 50 g Zitronat
 50 g Orangeat
1/2 TL Zimt
1 Msp. Anis
1 Msp. Nelke
1 Msp. Muskat
Oblaten
Kuvertüre zum Bestreichen

Zunächst rühre die Eier mit dem Zucker gut cremig. gib dann Zitronat, Orangeat und die Gewürze hinzu. Wenn du bereits gewürfteltes Zitronat/Orangeat kaufst, solltest du es eventuell noch ein bisschen kleiner hacken. Ich finde es angenehmer, wenn die Stücke etwas kleiner sind.

Zuletzt hebe die Nüsse unter.

Heize den Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vor.

Setze jeweils ca. 1 gehäuften EL Lebkuchenteig auf eine Oblate und backe die Lebkuchen 15 min. lang.

Während sie im Ofen sind, kannst du schon mal ein Wasserbad für die Kuvertüre vorbereiten und sie schmelzen, damit du die Lebkuchen sofort bepinseln kannst, wenn sie fertig gebacken sind!


Und jetzt, gutes Gelingen und frohes Naschen!



Mittwoch, 17. August 2016

Dritter Anlauf, erster Post: Nussecken nach Jutta

Hallo!

Drei Mal habe ich nun schon Nussecken gebacken, jedes Mal mit einem anderen Rezept. Mal von Dr. Oetker, mal von Essen und Trinken... und nun zum allerersten Mal nach dem Rezept einer Freundin von meiner Mama. Von ihr stammt auch das Rezept für die Wirsing-Lachs-Lasagne
Erst war ich ja ein bisschen skeptisch, weil da so einiges anders war als in den anderen Rezepten. Vor allem fehlte die Aprikosenmarmelade zwischen der Nussmasse und dem Boden! Die habe ich ganz frei und frech einfach ergänzt. Aber sonst muss ich rückblickend sagen, dass es bis jetzt die besten Nussecken waren, die ich gebacken habe! Vielleicht lag es auch daran, dass mir meine Mama beim Backen geholfen hat ;)
Früher wäre ich nie auf die Idee gekommen, Nussecken zu backen. Ich weiß nicht, wieso, aber irgendwie haben mich immer andere Rezepte angelacht. Ich habe sie eigentlich zum ersten Mal nur gebacken, weil mein Freund sie so mag und ich ihm eine Freude machen wollte...dann habe ich probiert und war auch gleich der Fangemeinschaft beigetreten ;)

Nun aber zum Rezept, viel Spaß beim Nachbacken!

Für den Boden brauchst du:

300 g Mehl
150 g Zucker
140 g Zucker
  1   Ei
  2 Messerspitzen Backpulver

für die Nussmasse:

zum Drunterstreichen etwas weniger als ein Glas Aprikosenmarmelade
200 g Zucker
300 g Butter
200 g Haselnüsse
200 g Mandeln
  2 Pckg. Vanillezucker
  8 EL = 1/8 L Wasser
Kuvertüre zum Eintauchen

So geht's:

Stelle aus den Bodenzutaten einen Mürbteig her. Belege ein Backblech mit Backpapier und welle den Teig darauf aus.
Erhitze die Butter und den Zucker unter Rühren, bis sich der Zucker möglichst aufgelöst hat. Gib dann Vanillezucker und Wasser hinzu, ganz zuletzt die Nüsse. Koche den Belag noch einmal auf.
Heize den Backofen auf ca. 190 °C Ober-/Unterhitze vor.

Streiche dann die Aprikosenmarmelade auf den Teig und verteile die Nussmasse darauf.
Backe die Nussecken auf der mittleren Schiene für ca. 30 min.; gib Acht, dass sie am Rand nicht zu braun werden!

Schneide sie noch heiß in Dreiecke, am besten mit einem Messer, das du immer wieder in lauwarmes Wasser tauchst. Dann tauche die Nussecken-Ecken je in Kuvertüre und lass sie auf einem Backpapier oder einem Gitter trocknen!
In einer luftdichten Box halten sich die Nussecken relativ lange.

Ich habe extra nach einer Aprikosenmarmelade gesucht, die mehr als 50 % Frucht enthielt. Die fruchtige Säure steht in einem tollen Kontrast zu der Schokolade und der Nussmasse, und diese kommt einfach besser zur Geltung, wenn die Marmelade nicht so unfassbar süß ist!

Und so sehen sie aus:




Liebe Grüße,

Miakatzi

Donnerstag, 11. August 2016

Sommer-Klassiker: Caprese aus Berner-Rose-Tomaten mit Büffelmozzarella

Hallo!

Mit diesem Post möchte ich ein bisschen Werbung für alte Tomatensorten machen. Wundere dich also nicht über das "alltägliche" Rezept, das ja eigentlich gar kein wirkliches ist.

Wir bauen seit Jahren im heimatlichen Garten eine alte Fleischtomatensorte an, die sich "Berner Rose" nennt, vielleicht kennst du sie ja auch!
Angefangen hat alles mit einem Kilo Tomaten, das wir bei uns in der Biogärtnerei gekauft haben. Sie waren so fruchtig, süß und aromatisch, dass meine Mama kurzerhand die Samen einer Tomate gerettet hat und für's nächste Jahr zum Anziehen aufgehoben hat. Gesagt, getan, im nächsten Frühjahr wurden die Samen eingeerdet und wurden zu schönen Pflänzchen, die sich im Laufe des Sommers zu stattlichen Tomatensträuchern entwickelt haben, die bis in den Herbst hinein riesige, saftige, geschmacklich unvergleichliche Früchte tragen - eine, die wir neulich gewogen haben, wog 394 g ;)
Seither wird jedes Jahr die allerletzte Tomate, die der Krautfäule und sonstigen Widrigkeiten standgehalten hat, zur Stammmutter der neuen Tomatengeneration. Samenfest sind sie also auch noch, die alten Sorten ;)

Alles, was man mit diesen Tomaten macht, schmeckt viel intensiver und sommerlicher als mit gekauften 08-15-Tomaten. Darum: schaff dir eine alte Tomatensorte an, du wirst viel Freude damit haben!

Und so lecker sieht es auch noch aus, wenn sich cremiger Büffelmozzarella und saftige Berner Rose auf dem Teller begegnen:


Liebe Grüße,

Miakatzi

Mittwoch, 10. August 2016

Schneewittchens Traum: Kirsch-Sahne-Kuchen mit Schokotropfen

Hallo!

Vieles ist passiert, seit ich das letzte mal ein Rezept verbloggt habe...wie es eben manchmal so ist im Leben, man kommt dann einfach zu nichts. Abgesehen davon, dass ich keinen Ofen zur Verfügung hatte, was natürlich fatal für jedes Backvorhaben ist, hatte ich auch genug Anderes zu tun - Umziehen ist eben immer eine Menge Arbeit, und wenn dann noch Prüfungen dazukommen, ist das Chaos fast perfekt ;)

Aber jetzt war ich ja mal wieder zu Hause und habe gebacken...dieses Mal ein Rezept von Slava. Der Kuchen ist zwar eine Bombe, aber auch bombig gut! Und zu dritt kann man den ja ganz gut aufessen, was bei sommerlichen Temperaturen und angesichts der verwendeteten Schlagsahne recht schnell passieren sollte ;)

Er hat sich zwar nicht so fotogen präsentiert, aber das sehe ich ihm jetzt mal nach - er hat nämlich fantastisch geschmeckt! Und vielleicht bekommst du ihn ja optisch noch ein bisschen besser auf dem Teller in Szene gesetzt als ich ;)

Hier also das Rezept:

Im Original wurde eine 26er Springform vorgeschlagen - unsere 28er war aber bis oben gefüllt, also eine kleinere würde ich nicht empfehlen!

Teig:

  2 Eier
150 g Zucker
  1 Pckg. Vanillezucker
100 mL Öl
180 g Naturjoghurt
100 g Mehl
 50 g gemahlene Nüsse (oder Mandeln)
  2-3 TL Backpulver

Füllung:

  2 Gläser Kirschen, davon
500 mL Saft auffangen
  2 Päckchen roten Tortenguss
  3-4 EL Zucker

Creme:

300 mL kalte Sahne
  2 Pckg. Vanillezucker
  2 Pckg. Sahnesteif
160 g Schmand
  4 EL Puderzucker

Und so geht's:

Lege den Boden der Springform mit Backpapier aus und fette den Rand. Heize dann den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vor.

Mixe alle Teigzutaten bis auf Mehl, Backpulver und Schokotropfen. Vermenge Mehl und Backpulver und gib sie zum Teig; rühre sie kurz und gut unter. Als letztes gibst du die Schokotropfen dazu und rührst sie kurz unter den Teig.
Backe den Boden ca. 20 min., hole ihn aus dem Ofen und stürze ihn nach dem Abkühlen. Danach stelle einen Tortenring außen herum.

Koche den Saft mit dem Zucker und dem Tortenguss nach der Packungsanleitung auf. Nimm den Topf vom Herd und rühre nun die Kirschen und etwas Kirschwasser darunter. Verteile die lauwarme Masse auf dem Kuchen.

Für die Creme verrührst du nun den Schmand mit dem Puderzucker. Schlage anschließend die Sahne mit Sahnesteif und Vanillezucker auf und hebe sie unter die Schmandcreme. Diese verteilst du nun ebenfalls auf dem Kuchen.

Danach empfehle ich, ihn einige Stunden kalt zu stellen; er lässt sich dann besser schneiden und sieht wahrscheinlich etwas hübscher aus als hier:





Gutes Gelingen!

Viele Grüße,

Miakatzi


Donnerstag, 12. Mai 2016

Muttertagsspecial: Feine Nusstorte

Hallo!

Endlich hat er richtig angefangen, mein heißgeliebter Frühling! Alles blüht, das Grün ist frisch und voller Kraft, es ist warm genug, um endlich in kurzen Sachen herumzulaufen und ein Eis zu essen. Kurzum, man kann einfach gar nicht anders, als gute Laune zu haben!

Und weil der Muttertag ja praktischerweise immer auf einen Sonntag fällt, konnte ich ihn auch mit der Gewürdigten verbringen ;) 

Um den Tag gebührend zu feiern, haben wir beschlossen, eine Torte zu backen, was wir eigentlich schon für Weihnachten geplant hatten...darauf haben wir aber verzichtet, um keine "crise de noël" auszulösen ;) So gab es die Nusstorte also jetzt erst.

Und sie hat alles, was eine richtige Torte braucht: Buttercreme, Sahne, Rum, Marmelade und Schokolade!

Sie war so lecker, dass wir an zwei Tagen zu dritt drei Viertel der Torte (28 cm groß!) geschafft haben...und das, obwohl es auch noch anderes Essen gab ;)

Damit du dir auch mal so richtig den Bauch vollschlagen kannst mit leckerer Torte...hier das Rezept:

Boden:

  6 Eier
300 g Zucker
100 mL Wasser
100 mL Öl
150 g geriebene Nüsse
220 g Mehl
  1 Pckg. Backpulver

Buttercreme:

150 g Butter
100 g Puderzucker
  1 Pckg. Vanillezucker
 50 g geschmolzene Schokolade
  4 EL Sahne
  1 EL Rum 

 12 Löffelbisquits
250 g Sahne
  4 EL Marmelade
Kaffee, Rum 

Schokoladenglasur zum Bestreichen
Mandelblättchen zum Verzieren

Und so geht's:

Heize den Ofen auf 175 °C Ober-/ Unterhitze vor; fette und mehle die Springform.

Schlage die Eier mit dem Zucker schaumig. Gib dann das Wasser und das Öl dazu. Zuletzt vermengst du das Mehl mit Backpulver und Nüssen und hebst diese Mischung unter die Eiermasse.
Backe den Tortenboden ca. 60 min. lang.

Während er auskühlt, kannst du schon einmal die Buttercreme zubereiten. Dafür schlägst du einfach die Butter mit dem Puder- und Vanillezucker schaumig. Schmelze die Schokolade im Wasserbad. Damit sie nicht zu heiß ist, wenn du sie unter die Butter rührst, lass sie nur so lange über dem heißen Dampf, bis etwa die Hälfte geschmolzen ist. Wenn du sie dann vom Herd nimmst und weiterrührst, wird sich die restliche Schokolade in dem schon flüssigen Anteil auflösen und am Ende alles nur noch lauwarm sein - Tipp aus der Pralinenherstellung ;)
Jetzt gib die Schokolade, die Sahne und den Rum zur Butter und verrühre alles gut.

Brühe eine Tasse Kaffee auf.

Den Boden schneidest du jetzt in 2 Teile, schlägst die Sahne auf und kannst dann auch schon mit dem Zusammensetzen der Torte beginnen, und zwar wie folgt:

1. Boden
2. Marmelade
3. Creme
4. Löffelbisquits, die du vorher von jeder Seite in eine Mischung aus Kaffee und Rum tauchst
5. die geschlagene Sahne
6. der Deckel der Torte
7. Schokoglasur mit Mandelsplittern ;)

Wenn du magst, kannst du sie jetzt bis zum Servieren in den Kühlschrank stellen...

Sie sieht am Ende so aus:



Gutes Gelingen und viel Freude beim Backen,

Miakatzi





Sonntag, 20. März 2016

Leckeres zum Kaffee: Linzer Schnitten

Hallo!

Ja, es steht noch ein Post aus, nachdem ich ja vorgestern schon das Rezept für den Möhrenkuchen eingestellt habe...und das heutige Rezept ist sogar chronologisch noch älter, welch ein Skandal ;)

Aber heute mache ich mir einen faulen Sonntag, und was läge da näher, als sich entspannt im Schlafanzug mit einer Decke über dem Schoß an den Tisch zu setzen und endlich die Linzer Schnitten zu verbloggen!

Die würden jetzt nämlich auch wunderbar zu der Atmosphäre passen...ich finde, sie sind Soulfood ;)

Ich habe sie vorletzte Woche gebacken, weil ich zusammen mit einer Freundin die Haferkekse weggemümmelt habe, die meine Eltern immer zum Kaffeetrinken essen ;) Und da musste ich ja wohl für Ersatz sorgen.
Ich habe also in den unerschöpflichen Rezept-Vorräten meiner Mama gestöbert und per Papa-Entscheid dann die Linzer Schnitten als Favoriten auserkoren...da hat er einen guten Riecher gehabt! Sie sind nämlich super lecker geworden, und auch optisch ein echter Hingucker.

Für 1 Blech brauchst du:

300 g Mehl
180 g Zucker
300 g ungeschälte, geriebene Mandeln
300 g Butter
  1 Ei
  2 Eigelb
  1 TL Zimt
  1 Prise Nelken
  1 Zitrone
  1 TL Kirschwasser
400 g Himbeermarmelade
Zitronensaft

Und so geht's:

Siebe das Mehl auf ein Backbrett. Verknete es dann mit dem Zucker, den Mandeln, einem Ei, einem Eigelb, der Butter in Stückchen, dem Zimt, den Nelken, dem Kirschwasser und dem Saft und der Schale der Zitrone...also eigentlich fast allen Zutaten ;)

Wickle den Teig in Frischhaltefolie und stelle ihn kalt. Im Rezept steht leider nicht, für wie lange, also habe ich ihm mal so eine Stunde Zeit gegeben, um perfekt zu werden ;)

Nimm ihn dann heraus und teile ihn in zwei Hälften. Belege ein Backblech mit Backpapier und rolle die eine Hälfte des Teiges darauf ca. 0,5 cm dick aus. Im Rezept steht für die Dicke 1 cm, ich habe jedoch sehr schnell festgestellt, dass dafür a) der Teig nicht für das Blech ausreichen würde und b) es nicht sehr viele Linzer Schnitten geben würde...deswegen habe ich die Teigdicke kurzerhand halbiert und es am Ende nicht bereut, denn sie sind genau so hoch geworden, wie man sie für kleine Häppchen gerne hätte...

Heize den Backofen auf ca. 180 °C Ober-/Unterhitze vor.

Jetzt mische die Marmelade mit Zitronensaft und bestreiche den Teig dick damit, wenn möglich, bis ganz zum Rand, dann gibt es weniger "vergeudete" Stücke ohne Marmelade ;)

Welle nun den restlichen Teig aus und rädle ihn mit einem Wellen-Rädchen-Abschneide-Dings (ja, ich hoffe, jeder weiß, was ich meine...sieht aus wie ein Zahnrad ohne Zähne, dafür mit Wellen ;) ) in ca. 1 cm breite Streifen, die du dann diagonal überkreuzt auf das Blech legst. Bestreiche die Streifen dann mit dem anderen Eigelb.

Jetzt ab in den Ofen ... für ca. 25 min.

Nach dem Abkühlen habe ich die Linzer-Platte dann in Rauten geschnitten, die so ca. 3 x 2 cm groß waren. Am besten bewahrt man sie in einer Metallbox auf, aber sie werden wahrscheinlich so schnell weg sein, dass sie gar nicht die Chance bekommen, ihre Konsistenz ins Negative zu verändern ;)

Und so sahen sie bei mir vor dem Schneiden aus:



Viel Spaß und gutes Gelingen,

liebe Grüße,

Miakatzi

Freitag, 18. März 2016

Mandeln, Möhren, Marzipan: Wiedersehensfreude mit Karottenkuchen

Hallo :)

Frisch erholt mache ich mich mal wieder daran, meinen Blog zu aktualisieren!
Frisch erholt, weil ich gerade eine wunderschöne Woche im Allgäu verbracht habe...Urlaub mit dem Liebsten ist einfach toll!

Und um ihn im Süden willkommen zu heißen, habe ich zur Begrüßung einen Möhrenkuchen aus dem aktuellen Schrot-und Korn- Heft gebacken, der mich sowieso schon angelacht hatte...außerdem hatte ich ihm schon einen Kuchen mit Karotten versprochen, und so habe ich also wieder drei Fliegen mit einer Klappe geschlagen ;)

Schlauerweise habe ich natürlich das Rezept wieder nicht ganz bis zum Ende gelesen - für mich ist das irgendwie immer dort, wo steht, dass man den Kuchen aus dem Ofen nehmen soll ;)
Da stand nämlich, dass das Rezept für eine 20er-Springform gedacht ist...und ich habe dummerweise eine 28-er Form verwendet - ups. Das hat aber im Endeffekt gar nichts ausgemacht, weil der Kuchen in der etwas flacheren Variante durchaus sehr edel aussah!

Ich habe, damit es ein richtiger Rübli-Kuchen wird, das Rezept auch noch um die obligatorischen Marzipan-Möhrchen ergänzt - einfach, weil sie dazugehören und es doch eigentlich am meisten Spaß macht, die Rübli zu formen ;)

Auf jeden Fall ist er sehr lecker und saftig und hat uns ein nettes gemeinsames Wiedersehens-Kaffeetrinken beschert ;)

Hier also das (modifizierte) Rezept:

für den Kuchen brauchst du:

300 g Karotten
  3 EL Zitronensaft
100 g Zartbitterschokolade
200 g gemahlene Mandeln
 10 g Kakao
 30 g Vollkornmehl
  1 Prise Salz
  1 TL Backpulver
  4 Eier
  1 Packung Vanillezucker
 60 g Rohrzucker
 40 g neutrales Öl, z.B. Rapsöl oder Sonnenblumenöl oder Bratöl

für den Guss:

150 g Puderzucker
  4-5 EL Puderzucker
einige Pistazien, fein zerhackt

für die Rübli
 13 Pistazienkerne
ca. 150 g Marzipan
rote und gelbe Lebensmittelfarbe
Puderzucker zum Verkneten, ca. 100 g


Und so geht's:

Fette und mehle die Springform.

Dann rasple die Karotten fein - ich habe festgestellt, dass das auch sehr bequem mit einem Standmixer zu erledigen ist ;) Nur blöd, wenn man erst herausfindet, dass man diesen zum Reinigen komplett zerlegen kann, nachdem man mühsam die Möhrenschnitzelchen aus dem Schneidwerk gepopelt hat...

Mische dann die Karotten mit dem Zitronensaft und hacke die Schokolade in grobe Stückchen. Vermenge dann Mandeln, Schokolade, Kakao, Mehl, Salz und Backpulver.

Die Eier werden jetzt rund 10 min. mit 3 EL heißem Wasser aufgeschlagen - lass nach und nach den Zucker und den Vanillezucker einrieseln. Nun hebe vorsichtig die Mehlmischung, die Karotten und das Öl unter.

Heize den Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vor...

Fülle den Teig nun in die Form und backe den Möhrenkuchen für 55 - 60 min.

Während der Kuchen auskühlt, verknetest du das Marzipan mit der Lebensmittelfarbe und dem Puderzucker. Dann teilst du es in 13 Teile - wobei ein Teil etwas größer wird, für die dicke Möhre in der Mitte auf dem Kuchen ;)

Aus diesen formst du nun zunächst Kugel, die du dann zwischen deinen Händen zu Kegeln rollst. Anschließend wird jede Möhre mit einer ganzen Pistazie als Möhrengrün verziert und ein paar mal quer eingeschnitten, dann sehen sie echter aus ;) Auf einer Frischhaltefolie kannst du sie bis zur Verwendung liegen lassen.

Dann rühre aus dem Puderzucker und dem Zitronensaft einen dickflüssigen Guss an, den du gleichmäßig über den Kuchen laufen lässt. Jetzt kannst du die Rübli daraufsetzen - auf jedes spätere Kuchenstück eine und in die Mitte die große. Die gehackten Pistazien verteilst du nach Herzenslaune zwischen den Möhren... für den frühlingshaften, grünen Touch auf dem Kuchen ;)

Und so sah er bei mir aus:




Gutes Gelingen und einen guten Start in den Frühling,

liebe Grüße,

Miakatzi

Montag, 22. Februar 2016

Black'n'White: Marmorierter Trüffelhupf - Beitrag zum Blogevent von Ina Is(s)t

Hallo zusammen!

Nein, wir sind nicht zurück in den 50ern, wo alles noch Schwarz-Weiß war, wie wir alle wissen...
Und es ist - Gott sei Dank - auch niemand gestorben ;)

Der Grund dafür, dass in meinem heutigen Beitrag alle Bilder ohne Farbe sind, ist das Blogevent von Ina Is(s)t:


 

Eine gute Idee, wie ich finde! Das Foto rückt in den Hintergrund, damit die "inneren Werte" der Rezepte zählen ;)

Es ist ja nicht gesagt, dass die Bilder deswegen nicht schön sein dürfen...und deswegen habe ich mir Gedanken darüber gemacht, welches Backwerk auch in Schwarz-Weiß interessant aussehen wird und lecker schmeckt...und bin auf Marmorkuchen gekommen! Dabei kam mir sehr gelegen, dass ich schon lange einmal ein Rezept für einen veredelten Marmorkuchen ausprobieren wollte: Den Trüffelhupf! Unterschied zum normalen Marmorkuchen: hauptsächlich, dass sich im dunklen Teil des Marmorkuchens nicht etwa nur Kakaopulver, sondern edle, geschmolzene Zartbitterschokolade befindet!

Das Ergebnis ist ein sehr saftiger und doch fluffiger Kuchen, bei dem alle Schokoladenfreaks - also auch ich - voll auf ihre Kosten kommen. Und er sieht auch noch hübsch aus!

Für eine Guglhupfform mit Durchmesser 20 cm brauchst du (bei mir war es allerdings etwas zu viel Teig, also vielleicht eine etwas größere Form benutzen ;) ):

175 g weiche Butter
150 g Zucker
1/2 Päckchen Vanillezucker
  3 Eier
250 mL Milch
 50 mL neutrales Öl, z.B. Bratöl
225 g Mehl
1/2 Päckchen Backpulver
1 Prise Salz
1-2 EL Strohrum
100 g Zartbitterkuvertüre
 25 g Kakaopulver

Für den Guss:

 50 g Zartbitterkuvertüre
 50 g weiße Kuvertüre

Und so geht's:

Fette und mehle zunächst die Backform.

Dann rühre die Butter mit dem Zucker und dem Vanillezucker schön schaumig, bevor du die Eier nach und nach einzeln dazugibst und immer weiterrührst. Jetzt mische das Mehl mit dem Backpulver und dem Salz und gib alles zum Teig. Als Letztes folgen Milch, Öl und Strohrum. Du solltest einen schön fluffigen, homogenen Teig erhalten haben ;)

Diesen teilst du jetzt in zwei Teile. Schmilz die Kuvertüre und hebe sie unter den einen Teil. Zu dieser Teighälfte gibst du jetzt noch den Kakao.

Heize den Backofen auf 180 °C Ober-/ Unterhitze (160 °C Umluft) vor.

Dann dürfen sich beide Teile gemeinsam die Kuchenform teilen, der dunkle Teil kommt als Erster hinein, dann kann sich der helle bequem obendrauf verteilen ;) Mit einer Gabel darfst du jetzt deiner Kreativität freien Lauf lassen und die Marmorierung vornehmen.

Jetzt kommt der Kuchen für ca. eine Dreiviertelstunde in den Ofen, den er nach einer erfolgreichen Stäbchenprobe wieder verlässt.

Stürze ihn auf ein Kuchengitter, was bei ausreichender Fettung ohne Probleme klappen sollte :)

Während er auskühlt, kannst du für die Schokoladenglasur die beiden Kuvertüresorten in je einem Topf schmelzen. Dann verziere den Trüffelhupf, indem du die geschmolzene Schokolade schön darüberlaufen lässt und anschließend mit einer Gabel die beiden Sorten, ähnlich wie die Teige, marmorierst...

Ob du ihn jetzt noch trocknen lässt und den Anblick eine Weile genießt, oder dir gleich ein Stück gönnst, bleibt dir überlassen ;)

Und so sieht er aus:










Gutes Gelingen...und viel Genuss ;)

Liebe Grüße,

Miakatzi


Mittwoch, 20. Januar 2016

Winter in Orange: Kürbis-Süßkartoffel-Orangensuppe mit Kokosmilch und Kichererbsen

Hallo!

Gestern hatte ich endlich einmal wieder Zeit, in meiner kleinen Küche selbst etwas zu kochen!

Und weil ich noch "Reste" von einem Kochexperiment übrig hatte - ein Gemüsecurry - , dachte ich mir, dass man die ja ganz gut verwerten könnte...
Diese Reste bestanden aus einem halben Hokkaidokürbis, einer halben Zwiebel, einer halben Süßkartoffel, einer halben Dose Kokosmilch und einigen übriggebliebenen Kichererbsen ;)

Damit hatte ich schon die Grundsubstanz für meine Suppe zusammen!

Sie geht recht schnell - innerhalb von einer Dreiviertelstunde hatte ich mein Essen auf dem Tisch. Und sie wärmt herrlich von innen, was bei diesen frostigen Temperaturen sehr willkommen ist...

Erst im Nachhinein ist mir aufgefallen, dass beinahe alle Zutaten die Farbe Orange haben...und dann gab es bei mir als Nachtisch auch noch eine baumgereifte Mango - drei Mal darfst du raten, welche Farbe sie hatte!

Hier jetzt aber das Rezept für die Suppe, bevor du noch erfrierst: ;)

Für 2 Portionen:

1/2 Zwiebel
1/2 Hokkaidokürbis
1/2 große Süßkartoffel
Olivenöl
1  Orange
ca. 2 cm Ingwer
1/2 Dose cremige Kokosmilch
1/2 Dose Kichererbsen
ca. 400 mL Wasser
Gemüsebrühe-Pulver
Currypulver
Muskatnuss
Salz
Pfeffer
Zimt

Und so geht's:

Schneide die Zwiebel in kleine Würfel, hacke den Ingwer klein, höhle den Kürbis aus und schneide ihn in ca. 2 cm große Würfel, schäle die Süßkartoffel und schneide sie in ähnlich große Würfel.

Erhitze dann in einem Topf etwas Olivenöl und brate Ingwer, Zwiebel, Kürbis und Süßkartoffel zusammen an. Vorsicht, rühre dabei stetig um, da Kürbis und Süßkartoffel schnell anbrennen!

Dann lösche alles mit zunächst der Hälfte des Wassers ab und gib das Gemüsebrühenpulver dazu. Lass alles weiterköcheln.

Währenddessen schäle die Orange und schneide sie in Stücke. Diese gibst du nun mit in den Topf. Sollte das Wasser schon fast weg sein, gib nun das weitere Wasser zu.

Wenn alles fast weich gekocht ist, gib die Kokosmilch hinzu.

Nimm nun den Topf vom Herd und püriere die Suppe. Zum Schluss kommen noch die Gewürze und die Kichererbsen (letztere abgetropft) hinzu. Rühre alles noch einmal gut durch...und serviere die Suppe sofort!

Und so sieht sie aus:



Guten Appetit!

Liebe Grüße,

Miakatzi

Montag, 18. Januar 2016

Wie vom Bäcker: Mohnstriezel mit Streuseln und Zuckerguss

Hallo!

Vorgestern habe ich zum ersten Mal in meinem Leben alleine einen Mohnstriezel gebacken, und das ist auch erst das zweite Rezept mit Mohn, das ich ausprobiert habe! Eigentlich verrückt, weil ich Mohn sehr gerne mag...die kleinen, blauschwarzen Körnchen sehen nicht nur sehr hübsch aus, sondern schmecken ja auch lecker ;)

Und jetzt wollte ich mal einen Mohnstriezel backen, so richtig, wie man ihn aus der Konditorei kennt, mit allem Drum und Dran: Streusel und Zuckerguss!

Also habe ich mich auf Rezeptrecherche begeben...und wurde erst einmal enttäuscht. Die meisten Rezepte waren entweder ohne Streusel oder ohne Zuckerguss! Bis ich dann bei kaffeeundcupcakes.de auf einen Volltreffer gestoßen bin ;)

Da im Rezept stand, dass es einen sehr großen Mohnstriezel ergeben würde, war ich erst einmal vorsichtig und habe von allen Zutaten die halbe Menge genommen, und die Größe war eigentlich perfekt, er war von den Dimensionen ungefähr wie ein Hefezopf und dementsprechend nach zwei Tagen fast aufgegessen.

Wer schnell etwas backen möchte, weil er zu Kaffee und Kuchen eingeladen ist und kurzfristig noch etwas mitbringen möchte, sollte lieber keinen Mohnstriezel backen...er ist relativ zeitaufwändig, wenn auch nicht kompliziert in der Zubereitung. Durch den Hefeteig hat er nur eine relativ lange Geh-Zeit und man muss mit dem Zuckerguss theoretisch warten, bis er ausgekühlt ist...es funktioniert aber genauso gut auch mit dem noch warmen Striezel ;)

Da ich auswärts gebacken habe, abbt es erst einmal kein Bild, da ich meine Kamera nicht auch noch in meine sowieso schon vollen zwei Taschen zwängen wollte/konnte...Deswegen habe ich gestern nun nocheinmal einen gebacken ;)...es waren von vielen Zutaten noch genau die halben Packungen da, und die sollte man natürlich nicht so lange offen herumstehen lassen. Natürlich liegt es überhaupt kein bisschen daran, dass der Mohnstriezel so lecker ist und ich so schnell wie möglich wieder welchen essen wollte ;)

So sieht er, zum zweiten Mal gebacken, aus:





Hier nun also das Rezept: (für einen "halben" Striezel)

Teig

250 g Mehl
  1/2 Pckg Trockenhefe
ca. 40 g Zucker
 50 g weiche Butter
  1   Ei
100 mL lauwarme Milch
  1/4 TL Salz

Füllung

250 mL Milch
  1/2 Pckg. Vanille-Puddingpulver
ca. 40 g Zucker
100 g gemahlener Mohn

Streusel

 50 g Butter
 50 g Zucker
 75 g Mehl

Zuckerguss

  1-2 EL Wasser
 75 g Puderzucker


Und so geht's:

Verknete für den Hefeteig alle entsprechenden Zutaten in der angegebenen Reihenfolge miteinander zu einem lockeren Teig. Ist der Teig zu klebrig, füge einfach noch etwas Mehl hinzu.
Decke ihn dann mit einem sauberen Geschirrtuch ab und stelle ihn für 1 1/2 h an einen warmen Ort, damit er ordentlich aufgehen kann.

Für die Füllung verrühre die Milch in einem Topf mit dem Puddingpulver und dem Zucker, bis keine Klumpen  mehr vorhanden sind. Gib dann den Mohn hinzu und lass alles unter Rühren einmal aufkochen, dann lass den Mohnpudding so lange weiter köcheln, bis er dick wird und nimm den Topf vom Herd. Vorsicht, der Mohn neigt dazu, sehr schnell anzubrennen, also fleißig rühren ;)

Die Streusel sind denkbar einfach: Verknete einfach Mehl, Zucker und Butter und stelle sie beiseite ;)

Nun kommt der Teig wieder ins Spiel: Belege ein Backblech mit Backpapier und heize den Ofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vor. Dann drücke den Teig auf dem leicht gemehlten Backpapier flach und ziehe ihn in eine Rechteckform; du kannst ihn natürlich auch ausrollen. Er sollte ausreichend groß sein, etwas größer als eine DIN A3-Seite.

Dann streiche die etwas abgekühlte Mohnmasse gleichmäßig darauf, lass aber an einer der kurzen Seiten einen ca. 4 cm breiten Rand stehen.

Anschließend beginne von der anderen kurzen Seite, den Striezel vorsichtig aufzurollen und schlage die offenen Enden unter.

Jetzt bestreichst du den Striezel mit Wasser und gibst die Streusel darauf. Drücke sie leicht an, damit sie auch gut halten. Und ab in den Ofen, für ca. 45 min....

Nach dem Herausholen lass ihn kurz abkühlen, währenddessen kannst du den Zuckerguss anrühren.
Diesen verteilst du dann in Zickzackschlenkern über dem Mohnstriezel...lebe deine Kreativität aus ;)

Kleiner Nachtrag: Meiner Meinung nach hätte die Mohnfüllung noch einen Ticken mehr Zucker vertragen, aber das ist ja eine subjektive Empfindung und es bleibt jedem selbst vorbehalten, wie süß er oder sie es möchte...den nächsten werde ich etwas mehr süßen und dann vergleichen :)

Gutes Gelingen und guten Appetit!

Liebe Grüße,

Miakatzi