Tierisch gute Rezepte...

Tierisch gute Rezepte...
..."Oooh Summer Wine"...

Montag, 22. Dezember 2014

Nachtrag zur Weihnachtsbäckerei...Vanillekekse, die zweite!

Hallo :)

Mittlerweile bin auch ich wieder zu Hause im Schwabenlande angekommen...und habe mich begeistert noch ein letztes Mal ins Weihnachtsgetümmel gestürzt, um Backzutaten einzukaufen :)

Denn die restlichen Vanillekekse mit Motiv haben nicht überlebt, bis ich sie zu Hause präsentieren konnte, und deshalb musste ich sie einfach noch einmal nachbacken...

Dieses Mal sind sie fast noch schöner geworden, was daran liegt, dass ich hier zu Hause a) ein tolles Wellholz, bei dem man die Teigdicke einstellen kann, und b) richtige, runde Ausstechförmchen zur Verfügung habe ;) Außerdem habe ich dieses Mal die Schablonen aus durchsichtigem Plastik ausgeschnitten. Meine Hand tat danach zwar ziemlich weh, weil es doch recht anstrengend ist, Plastik mit einem Cutter-Messer in schöne Form zu bringen, aber...ich finde, es lohnt sich immer, wenn das Ergebnis dafür hübsch aussieht.

Das Rezept ist exakt das Gleiche...also hier einfach noch Bilder von der zweiten Version, auf die ich doch relativ stolz bin :)




Ich denke, das war es jetzt erst einmal für dieses Jahr mit dem Küchenmädchen...bis Januar bin ich nämlich im Urlaub, und dort habe ich kein Internet, was bestimmt eine erholsame Zeit werden wird...ich wünsche euch allen frohe Festtage und ein gutes neues Jahr und hoffe, dass ihr mir auch im nächsten Jahr treu bleiben werdet :)

Ganz liebe Grüße,

Miakatzi

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Weihnachtsspecial: Plätzchenbäckerei

Hallo :)

Ja, ich weiß, ich bin schon ein bisschen spät dran, aber jetzt gibt es auch von mir etwas Weihnachtliches  :)

Ich war die vergangenen Wochen immer wieder fleißig am Plätzchenbacken, und heute möchte ich euch die gesammelten Ergebnisse präsentieren. Es sind im Endeffekt fünf Sorten geworden, worauf ich angesichts des Unistresses doch einigermaßen stolz bin ;)

Falls also jemand noch nicht mit seiner Weihnachtsbäckerei abgeschlossen haben sollte, spontan nochmal in Backlaune kommt...oder sich schon Inspirationen für's nächste Jahr holen möchte, hier also meine Sammlung. Es sollte eigentlich für jeden etwas dabei sein:

Weihnachts-Cantuccini


in der Mitte: Butterrosen mit Weihnachtsglasur

Hauchdünne Lebkuchenblätter

dieses und folgende: Vanillekekse mit individuellem Muster




Nougatkipferl


Außerdem habe ich für meine Mama ein Geburtstagspaket vorbereitet, in das noch zwei andere weihnachtlliche Leckereien gepasst haben:

Mini-Punsch-Kuchen

Bratapfelmarmelade

Man kann also schon sehen, dass dies ein etwas längerer Post werden wird...aber wer keine Lust hat, alles zu lesen, kann ja einfach zu den Rezepten scrollen, die ihn/sie interessieren ;)

Als erstes sind die Weihnachts-Cantuccini dran. Das Rezept habe ich, wie die nachfolgenden beiden auch, auf www.alnatura.de gefunden. Ich wollte schon lange einmal Cantuccini selber machen, und diese hier haben sich wirklich lecker angehört! Ich habe das Rezept allerdings etwas abgewandelt und werde deshalb meine Version posten...

Für ein Blech Cantuccini braucht man:


250g Mehl
1 TL Backpulver
160g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
3 TL Lebkuchengewürz
1 Prise Salz
50g Marzipanrohmasse, gewürfelt
1 EL Amaretto (ich habe Bittermandelaroma genommen :)
25g Butter
2 Eier
90g Mandeln
50g Pistazienkerne (ich habe die kleingewürfelten verwendet, weil es keine ganzen gab...doof.                                              Schmeckt aber trotzdem..)
50g Cranberries


Und so geht's:



Bereite zunächst aus allen Zutaten bis auf Mandeln, Pistazien und Cranberries einen glatten Teig zu. Dann knete diese gut unter (!) und stelle den Teig in Folie gewickelt ca. 1 Stunde lang kalt. In dieser Jahreszeit ist es sehr praktisch, dass man auch aus dem Balkon einen super Kühlschrank machen kann...dort ist es sogar meist noch kälter und man hat mehr Platz :)

Jetzt belege ein Blech mit Backpapier und forme vier Rollen aus dem Teig, die ca. 25 cm lang sind. Und jetzt ein Tipp von meiner Mama, damit es nachher mit dem Schneiden klappt (was es bei mir nämlich erst mal nicht getan hat, weshalb ich sehr frustriert war...): Die Rollen nochmals für eine halbe Stunde kühl stellen.





Währenddessen heize den Backofen auf 200°C (Umluft 180°C) vor. Dann backe die Rollen ca. 15 min (das ist die Angabe aus dem Rezept...aber ich muss sagen, dass sie bei mir fast doppelt so lange drin waren, bevor ich sie schneiden konnte! Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen...).

Dann das Blech aus dem Ofen holen und die Rollen in ca. 1,5 cm dicke Scheiben schneiden. Das geht am besten mit einem scharfen, glatten Messer und in einem Ruck! Nicht großartig sägen, sonst fällt alles auseinander...




Wenn alles geklappt hat, die Cantuccini noch mal für 10 min in den Ofen schieben. Keine Sorge, wenn sie herauskommen, sind sie noch sehr weich. Bitte nicht mehr weiterbacken, denn sie werden sehr schnell hart... und manchmal fast härter, als man es gerne hätte ;)

Es gibt zwar einige Hindernisse zu umschiffen, aber man wird dafür mit wirklich sehr leckeren, knusprigen Cantuccini belohnt, die durch die Cranberries eine fruchtige Note bekommen...mmh :)



So. Weiter geht es mit den Butterrosen mit Weihnachtsglasur. 


Das Grundrezept stammt ebenfalls von alnatura.de, allerdings habe ich es sehr stark abgewandelt. Im Prinzip kann man jeden beliebigen Teig für ganz normale Ausstecher nehmen. ;)
Hier also zum Beispiel:
für ein Blech Rosen:


200 g Mehl
100 g Zucker
50   g Puderzucker
1 Pckg. Vanillezucker
1 Prise Salz
1        Ei


Aus den Zutaten einen Mürbeteig kneten und ihn, mal wieder, in Folie wickeln und eine Stunde kaltstellen.

Dann alles zum Ausrollen vorbereiten und den Teig zu einer Platte von ca. 0,4-0,5 cm Dicke auswellen.

Den Rosenausstecher habe ich im Hildesheimer Dom im Shop gekauft. Dort gibt es einen tausendjährigen Rosenstock...ein Besuch lohnt sich im Übrigen. Theoretisch kann man natürlich jeden beliebigen Ausstecher nehmen, aber da die Kekse für meine Mama waren und wir eine Woche zuvor gemeinsam den Dom besichtigt hatten, habe ich natürlich die Rosen gemacht ;)


Heize also den Backofen auf 200°C vor und stich die Plätzchen aus. Lege sie auf ein mit Backpapier belegtes Backblech und backe sie anschließend für 8-10 min.


Das Besondere an ihnen ist meine Weihnachts-Glasur. Dafür braucht man:





2 EL Milch

ca. 4-5 EL Puderzucker
1 1/2 TL Lebkuchengewürz
1 EL  Kakao
zur Deko: bunte Zuckerperlen

Sobald die Kekse abgekühlt sind, mit der zuvor angerührten Glasur bestreichen und mit Zuckerperlen verzieren...fertig!



Von dem nächsten Rezept war meine Mama sehr angetan...und ich muss sagen, ich fand sie auch sehr lecker. Außerdem sind sie wirklich einfach zuzubereiten! Wo ist da der Haken? Also ich habe nur einen sehr kleinen gefunden...den Teig in Form zu bringen, braucht eine Weile und ist teilweise ein bisschen schwierig..aber keine unüberwindbare Hürde.



Hier also das Rezept für die Hauchdünnen Lebkuchenblätter.



Für ungefähr 2-3 Bleche braucht man:


50   g Butter
100 g Puderzucker
100 g Mehl
1     EL Lebkuchengewürz
2     Eiweiß
100 g gehobelte Mandeln (ich hatte nur gehobelte Haselnüsse da, das funktioniert natürlich auch)


Und so geht's:
Die Butter in einem Topf bei mittlerer Hitze schmelzen und danach in eine Schüssel geben. Dann mit Puderzucker, Mehl, Lebkuchengewürz und Eiweiß zu einem zähflüssigen Teig verrühren.

Soweit der einfache Teil. Nun belege ein Blech mit Backpapier.
Mit einem Teelöffel gib Kleckse auf das Blech, Achtung, es muss ausreichend Abstand zwischen den Klecksen sein, da sie gleich verstrichen werden!

Mit dem Löffelrücken verstreiche die Kleckse zu Kreisen. Hier war bei mir das Problem, dass der meiste Teig mehr am Löffel kleben wollte als am Backpapier...aber wenn man unnachgiebig bleibt, klappt es eigentlich dann ganz gut :)

Heize den Ofen auf 180 °C vor.

Jetzt bestreue die Kreise mit gehobelten Mandeln und dann ab in den Ofen mit den Leckerlis...und zwar für nur 6-8 Minuten. 


Die Lebkuchenblätter abkühlen lassen...dann lösen sie sich auch gut vom Backpapier. In eine Aufbewahrungsdose schichten...und nicht gleich alles aufessen ;)



Die Vanillekekse mit individuellen Motiven finde ich besonders toll...kein Wunder, das Rezept stammt von Nina mit ihrem kleinen Foodblog...als Fremdblog auf Bookatable :) Und weil ich an dem Rezept absolut nichts auszusetzen habe und alles genauso gemacht habe und es außerdem auch nicht besser formulieren kann...war ich jetzt mal faul und habe das Rezept nur verlinkt :)

Ich musste mir allerdings beim Erstellen der Schablonen ein bisschen was einfallen lassen, da ich weder ein Skalpell noch dickeres Papier hier habe (naja, ein Skalpell schon, aber das verlässt den Präpariersaal lieber nicht...meine Lebensmittel sollten damit lieber nicht in Berührung kommen ;).
Deswegen habe ich meine bunten Abreißzettel von meinem Notizblock genommen und mit einer Schere ausgeschnitten. Das Ausschneiden war unglaublich mühsam...aber immerhin konnte ich mir das Ausdrucken sparen und habe die Motive einfach schnell auf die Zettel aufgezeichnet...und die Größe der Zettel war perfekt für die Kekse ;)

Außerdem hatte ich auch keinen runden Ausstecher. Aber ein Trinkglas hat denselben Zweck erfüllt.
Ich habe die Kekse noch nicht probiert, da sie allesamt als Weihnachtsgeschenke für meine Freunde enden, daher auch die teilweise ungewöhnlichen Motive (in der Reihenfolge, falls man es nicht erkennen sollte ;) : Ein Yoshi aus Super-Mario, ein Weihnachtsmann, ein Tannenbaum und ein Pferd. Außerdem habe ich extra für eine meiner Freundinnen noch Füchse gebacken...die haben es aber nicht auf's Bild geschafft. ). Ich finde diese Kekse als Geschenk echt ideal, weil sie so persönlich sind! Das Motiv lässt sich ja auf jede Person super zuschneiden, im wahrsten Sinne des Wortes.
Außerdem sind sie etwas aufwändiger und durch die Füllung auch keine "gewöhnlichen" Kekse :)
Also viel Spaß beim Nachbacken!



Die Nougatkipferl habe ich erst heute gebacken... weil ich so gerne Kipferl forme und aber keine normalen Vanillekipferl machen wollte ;)


Das Rezept habe ich von www.weihnachtsplätzchen.de ...

Für etwas mehr als ein Blech braucht man: 



100 g Butter, so weich wie möglich! (bei mir waren es im Endeffekt aber eher 120, da mir der Teig sonst zu bröckelig gewesen wäre)

200 g Nuss-Nougat
1 Pckg. Vanillezucker
300 g Mehl
1/2 TL Backpulver
1        Ei


Und so geht's:

Zerkleinere den Nougat, eventuell schmelze ihn und verknete ihn mit der Butter, bis eine homogene Masse entseht. Ich habe anscheinend zu große Stücke gemacht, denn ich habe dafür ewig gebraucht...deswegen würde ich es mal mit geschmolzenem (natürlich nicht zu heißem!) Nougat versuchen, das führt wahrscheinlich schneller zum Erfolg :)


Dann das Ei und den Vanillezucker einkneten.


Vermische Mehl und Backpulver und siebe das Gemisch auf die Nougatmasse. Jetzt kommt der schönste Teil, wie ich finde: Verknete alles zu einem homogenen Teig :)



Dann, wie immer, in Folie wickeln und eine Stunde lang kalt stellen.


Dann heize den Backofen auf 180°C vor. Den Teig wieder rein- oder rausholen (je nachdem, ob er draußen oder im Kühlschrank war...) und schöne Kipferl daraus formen...meine Methode für schöne Kipferl: zuerst eine kleine Teigkugel formen. Diese dann in der Hand rollen, so dass die zwei Enden etwas dünner sind. dann mit zwei Fingern von oben kommen und durch Drücken an den richtigen Stellen einen Halbmond formen. Anschließen so umgreifen, dass im Prinzip ein vierkantiger Halbmond entsteht...Nun das Kipferl auf das Backblech legen und nachformen, so dass es schön rund und gleichmäßig wird :)



Die Kipferl kommen jetzt für ca. 12- 15 min in den Ofen. 

Nachdem sie ausgekühlt sind, kann man sie noch mit geschmolzener Kuvertüre verzieren. Ich habe nur ein Ende mit Kuvertüre bepinselt, was doch eigentlich ganz schön aussieht, oder nicht?



So. Das war's erstmal soweit mit den Keksen...Wer jetzt noch Lust hat, bekommt von mir noch die Rezepte für die Mini-Punsch-Kuchen und die Bratapfelmarmelade geliefert ;)



Die Küchlein stammen abgewandelt aus einem kleinen Rezeptheftchen, das ich bei Alnatura bekommen habe...ursprünglich sollen Minigugelhupfe daraus werden...aber da ich meine ja verschicken wollte, habe ich sie (für mich übrigens eine Premiere!) in kleinen Einmachgläsern gebacken, was sehr gut funktioniert hat! 


Für 30 Minigugelhupfe bzw. ca. 8-10 kleine Kuchen im Glas braucht man:



250 mL Fruchtpunsch

175 g     weiche Butter
100 g     Rohrohrzucker
3            Eier
175 g     Mehl
2 TL      Backpulver
50  g      dunkle Schokolade, z.B. 70%
75  g      Cranberries
200 g     Puderzucker


Und so geht's:

Koche den Fruchpunsch auf die Hälfte des ursprünglichen Volumens ein. 

Dann Butter und Zucker schaumig rühren und die Eier einzeln dazugeben. Vermische Mehl und Backpulver und gib beides zu der Eiermischung, sowie auch 75 mL Punsch, Schokolade und die Cranberries. 

Den Backofen auf 180°C vorheizen.


Fette die Gugelhupfformen bzw. die Gläser und fülle den Teig ein. Solltest du, wie ich, in den Gläsern backen, achte darauf, dass du nicht mehr Teig als ungefähr die Hälfte hineingibst...ansonsten kannst du später keinen Deckel auf das Glas machen, da die Kuchen sehr aufgehen!


Jetzt wird für ca. 15-20 min. gebacken...


Hier trennen sich die Wege für Gugelhupfe und Kuchen:


Die kleinen Gugelhupfe werden nach dem Abkühlen auf ein Kuchengitter gestürzt  und mit einer Glasur aus dem restlichen Fruchtpunsch und Puderzucker verziert.


Die Gläser noch heiß sorgfältig verschließen, dabei darauf achten, dass die Gummis ganz sauber und trocken sind und richtig auf dem Rand des Glases sitzen, sonst verschließt dieses nicht dicht und der Kuchen hält sich nicht!

Ich habe auf die Kuchen keine Glasur gegeben, da eben der Deckel drauf muss, solange alles noch heiß ist...wer wagemutig ist, kann es ja ausprobieren, ich garantiere allerdings für nichts ;)

Auf jeden Fall schmecken sie sehr saftig und weihnachtlich :) Viel Erfolg und gutes Gelingen...





Zu guter Letzt jetzt noch das wirklich einfache Rezept für die Bratapfelmarmelade


Das Rezept habe ich in abgewandelter Form von www.essen-und-trinken.de übernommen :)



Für ca. 4 Gläser braucht man:

350 g gewürfelte und entkernte Äpfel


100 g Mandelblättchen
 50 g Rosinen
1 Pckg. Vanillezucker
1-2 TL Lebkuchengewürz
3    EL Butter
175 g Gelierzucker (2:1)


So geht's:

Die Mandeln ohne Fett in einer Pfanne anrösten, Achtung, sie sollten nicht zu dunkel werden! Deshalb aufmerksam dabei sein und gelegentlich wenden...

Die Butter in einem Topf zerlassen und die Äpfel einige Minuten darin andünsten.

Dann gib alle restlichen Zutaten dazu und lass alles einige Minuten unter ständigem Rühren sprudelnd kochen...eventuell muss man etwas Wasser hinzufügen.

Anschließend sofort alles in sterile Gläser füllen, diese Verschließen und zum Abkühlen auf den Kopf stellen...



Das war nun endgültig das allerletzte Rezept für heute...ich fürchte, ich bekomme gleich eine Sehnenscheidenentzündung..so viel habe ich ich hier noch nie am Stück geschrieben ;) Ich hoffe, es war die Mühe wert und der oder die eine oder andere findet hier einige Inspirationen für die eigene Adventsbäckerei :)


Ganz liebe Grüße und allzeit gutes Gelingen, 

eine erschöpfte, aber glückliche


Miakatzi








Mittwoch, 3. Dezember 2014

Lecker, Lachs, Lasagne! Blog-Event-Beitrag: Wirsing-Lachs-Lasagne

Hallo :)

Vor ein paar Tagen war ich wieder auf Blog-Entdeckungstour...und bin bei Ina Is(s)t gelandet :) Und was habe ich gesehen? Ein Blog-Event! Und das Thema hat mir sofort Lust gemacht, teilzunehmen: Es geht um Aufläufe, Lasagnen, Gratins...



 









Und da kam mir sofort meine Lieblingslasagne in den Sinn: Die göttliche, unübertreffliche, zum Reinlegen gemachte...Wirsing-Lachs-Lasagne :)

Ich finde, sie ist die perfekte Winterlasagne. Durch den Wirsing bringt sie saisonales Gemüse ins Spiel, aber Lachs und Zitrone verhindern, dass ein typisches Winter-Kohl-Gericht aus ihr wird :)
Zudem ist sie auch ohne Weiteres als Feiertagsessen einsetzbar, bei uns gibt es sie öfter auch mal an Silvester...mit einem Glas Champagner dazu schmeckt sie nochmal besser ;)

Was außerdem toll an dieser Lasage ist: Sie lässt sich sehr schön schneiden, sodass die einzelnen Schichten sichtbar sind, und damit ist sie auch sehr unproblematisch, wenn Gäste am Tisch sitzen...denn wer kennt es nicht? Man will möglichst schöne Stücke auf die Teller heben, aber der Auflauf stellt sich quer...sodass nachher entweder ein unansehlicher Haufen auf dem Teller landet (und das auch nur, wenn man Glück hat...meistens landet die Hälfte da, wo sie nicht landen soll ;) oder man mit den Fingern nachhelfen muss, um die Portion einigermaßen unbeschadet aus der Form zu heben...
Wie gesagt, dieses Problem gibt es mit der Wirsing-Lachs-Lasagne nicht, versprochen ;)

Aber jetzt gibt es das Rezept, ich sehe ja schon, wie euch das Wasser im Mund zusammenläuft, schnell nachkochen ;)

Für 4 Portionen braucht man:

ca. 800 g Wirsing
     500 g Lachsfilet
     1        unbehandelte Zitrone
       40 g Butter
       40 g Mehl
      1/4 L Gemüsebrühe
      1/4 L Milch
     250 g Mozzarella
               Lasagneplatten
               Salz, Pfeffer
               Dill zum Garnieren

Und so geht's:

Wasche den Lachs und tupfe ihn trocken. Dann schneide in in der Länge nach in Streifen und beträufle sie mit 2 EL Zitronensaft. Anschließend salzen und pfeffern.

Die Wirsingblätter vom Strunk trennen und die harten Blattrippen herausschneiden. Dann den Wirsing 3-4 min. im kochenden Salzwasser blanchieren und abgießen.

Jetzt wird die Béchamelsauce zubereitet:
Dafür gib die Butter in einen Topf und lass sie schmelzen, bis sie anfängt, Blasen zu werfen. Dann gib das Mehl hinzu und verrühre gut. Rühre immer weiter und gib nach und nach die Brühe, die Milch und die abgeriebene Schale der Zitrone hinzu. Lass den Topf weiter auf dem Herd, bis sich unter stetem Rühren eine cremige Sauce ergibt. Dann die Sauce mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.

Heize den Backofen auf 220°C vor (Umluft 175 °C).

Gib nun etwas von der Sauce in die Auflaufform. Darauf die erste Schicht Lasagneplatten legen. Jetzt folgen Wirsing und Lachs, danach wieder Béchamelsauce, dann Lasagneplatte und so weiter...:)

Die letzte Schicht sollte aus Sauce auf einer Lasagneplatte bestehen.

Jetzt schneide den Mozzarella in Streifen und gib ihn über die Lasagne.

Diese kommt jetzt für 40-45 min. in den Ofen. Keine Angst, sie wird relativ schnell braun, aber da passiert nichts ;)

Ich konnte es kaum erwarten, bis sie fertig war...aber die lange Wartezeit lohnt sich ganz bestimmt :)




  Das Rezept stammt von einer lieben Freundin von meiner Mama...danke, Jutta :)

Guten Appetit...ich bin gespannt auf die anderen Rezepte!

Liebe Grüße,

Miakatzi

Sonntag, 23. November 2014

November-Seelenschmaus: Cherry-Almond-Coffeecake

Hallo!

Um das Küchenmädchen war ja jetzt drei Wochen Stille...jaja, die Anatomie fordert eben ihren Tribut! Das heißt aber nicht, dass ich in der Zwischenzeit nicht kulinarisch aktiv war. Aber wo es doch schon so viele Hefezopf-Rezepte im Netz gibt, habe ich mir gedacht, verschone ich euch davon ;)

Gestern allerdings habe ich mich wieder an ein neues Rezept herangewagt. Allerdings erst am Nachmittag, als ich durchgefroren von einer Wildvogel-Exkursion ans wunderschöne Steinhuder Meer zurückgekommen bin. So interessant es auch war, ich habe die ganze Zeit von einer heißen Schokolade und einem großen Stück ofenwarmem, gehaltvollem Kuchen geträumt, während ich durch Zehengymnastik irgendwie meine steifgefrorenen Füße am Leben erhalten habe...
Deswegen ging es sofort nach der Heimkehr los. Einkaufen, ab in die Küche und ran an den Herd!

Zu den Temperaturen und meiner Stimmung passte einfach das Rezept für diesen Coffee-Cake. Es stammt, ebenso wie mein als letztes Rezept, die Rolls zu Halloween, aus dem Buch "Let's Bake" von Cynthia Barcomi. Und wie auch dieses ist das Ergebnis perfekt geworden.

Leider gab es ein paar Pannen beim Backvorgang, die aber nichts mit dem Rezept, sondern eher mit meiner Schusseligkeit zu tun hatten...beim Versuch, die Marzipanstückchen von der Schüsselwand in Richtung Schüsselmitte zu befördern, bin ich mit der Gabel zwischen die beiden Stiele der Mixerfortsätze gekommen...was weder dem Mixer noch der Gabel guttat. Ersterer macht jetzt komische klappernde Geräusche, letztere hat verbogene Zinken...und zu guter Letzt fiel mir dann noch einer der beiden Schneebesen, voll beladen mit Teig, in die Spalte zwischen Herd und Kühlschrank, woraus ich ihn mit einer langen Stange befreien musste...

Insgesamt also keine guten Vorzeichen für einen gelungenen Kuchen. Aber wie durch ein Wunder hat der ganze Rest problemlos funktioniert und ich wurde wirklich entschädigt...seht selbst:


Damit ihr auch in den Genuss dieses Seelenwärmers kommen könnt, hier nun also das Rezept:

Für eine rechteckige Form (z.B. Brownies-Form, Durchmesser ca. 24 auf 32 cm):

Teig:

325 g Mehl
1 1/4 TL Backpulver
1 1/4 TL Natron
1/2    TL Salz
175 g Zucker
150 g Butter, Zimmertemperatur
100 g Marzipan, zerkrümelt
2        Eier
1       TL Vanilleextrakt (ich habe an dieser Stelle wieder Vanillezucker verwendet)
200 g saure Sahne
100    mL Milch

Kirschfüllung:

420 g entsteinte Kirschen
ca. 4  EL Kirschsaft (beim Abtropfen auffangen)
100 g Zucker
2 EL und 1 TL Speisestärke
1 Prise Salz
75  g Mandelblättchen (+25 g Mandelblättchen zum Bestreuen)

Und so geht's:

Fette die Backform.

Dann mische in einer mittelgroßen Schüssel Mehl, Natron, Backpulver und Salz.
Jetzt Butter und Zucker weiß und schaumig rühren, dann Marzipan, Eier und Vanille dazugeben und einrühren. Zunächst die eine Hälfte der Mehlmischungen unterrühren, die saure Sahne in die Schüssel geben und dann die restliche Mehl-Backpulver-Mischung in den Teig rühren.

Nun wird die Kirschfüllung zubereitet. Dafür gibt man alle Zutaten in einen Topf und bringt die Füllung unter ständigem Rühren zum Kochen. Eine Minute kochen lassen, bis die Masse etwas dicklich wird; dann vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen.

Den Backofen auf 175 °C Ober-und Unterhitze vorheizen.

Jetzt kann die erste Hälfte des Teiges in die Form gefüllt werden! Schön glattstreichen, dann die Kirschfüllung auf den Teig geben - Achtung! Nach Möglichkeit den Rand des Teiges freilassen, denn wenn die zweite Teigschicht darauf gegeben wird, werden die Kirschen automatisch weiter an den Rand gedrückt.
Den Rest des Teiges auf die Kirschen geben. Man kann schon hierbei darauf achten, den Teig ein wenig zu verteilen, so hat man es im Anschluss leichter und muss nicht mehr so viel "Verstreich-Arbeit" leisten...;)
Das Verstreichen erledigt man am besten mit einer Palette oder einem Löffelrücken, wer mit Küchenwerkzeug, so wie ich, nicht so gut ausgerüstet ist. Die Kirschen sollten komplett bedeckt sein.

Als letzten Schritt zur Vollendung des Meisterwerkes den Kuchen mit den restlichen Mandelblättchen bestreuen und auf der mittleren Schiene in den Ofen stellen.

Nun kann man sich zunächst für 30 min. zurücklehnen...dann aber sollte man noch einmal nachschauen, ob der Kuchen nicht schon zu braun ist. Wenn das der Fall sein sollte, einfach mit Backpapier abdecken und anschließend noch einmal 20 min. backen.

Nach insgesamt 50 min. kann der Kuchen dann aus dem Ofen geholt werden und sollte in der Form auf einem Kuchengitter auskühlen...danach steht dem Genuss (im Übrigen vor allem lauwarm...mmh!) nichts mehr im Wege ;)

Liebe Grüße, guten Appetit und ein seelenwärmendes Erlebnis wünscht euch

Miakatzi



Sonntag, 2. November 2014

Hefeteig an Halloween: Buttermilch-Fächer mit Kräuterbutter

Hallo :)

Jetzt ist es endgültig so weit: der November ist da. Aber vorher war am 31. Oktober doch was....ach ja, richtig, Halloween!
Ich muss zugeben, dass ich mir eigentlich überhaupt nichts aus diesem Fest mache. Zumindest habe ich bisher nie wirklich etwas an Halloween unternommen, geschweige denn, habe mich in ein Kostüm geworfen...

Dieses Jahr war es allerdings etwas anders. Ich war auf eine Halloween-Party eingeladen, und da ist es dann ja wohl selbstverständlich, sich etwas in Schale zu werfen ;)

Jedenfalls machte ich als Hexe verkleidet und mit zwei Plastikboxen voller Fingerfood in den Armen auf den Weg...und ich muss sagen, ich hatte meinen Spaß daran, von den Leuten in der U-Bahn angestarrt zu werden :)

In diesem Post soll es aber weniger um meine ersten Halloween-Erfahrungen als um das Fingerfood gehen, das ich vorher gebacken habe...und zwar um leckere Brötchen aus Buttermilch-Hefeteig, extravagant als Fächer "verkleidet", zwischen deren Falten würzige Kräuterbutter darauf lauert, den Gaumen zu überraschen.

Das Rezept stammt aus einem Backbuch, "Let's Bake", das ich mir aus der Bücherei ausgeliehen habe...und ich habe mal wieder ein neues Vorbild für mich entdeckt: Die Autorin Cynthia Barcomi.
In ihrem Vorwort schreibt sie voller Leidenschaft über's Backen, ihre Anleitungen zeugen von Professionalität und Perfektionismus, und ich habe einige wertvolle neue Tipps bekommen, wie man das Backwerk noch einen Ticken näher an die Vollendung heranbringen kann...

Hier nun jedenfalls das Rezept für "The Holy Grail of Rolls":

Für 24 Stück braucht man:

Teig:

50   g Butter
500 g Buttermilch, warm
650 g Mehl Type 405
7     g Trockenhefe
1/4 TL Natron
15  g Salz
20  g Zucker

Kräuterbutter:

100 g weiche Butter
2        Zehen fein gehackten Knoblauch
1        Handvoll gehackter Kräuter, im Originalrezept stehen frische Kräuter, ich jedoch muss                         zugeben, dass ich dieses Mal aus Zeitmangel auch mit tiefgefrorenen Kräutern ans Ziel
          gekommen bin ;)
Meersalz nach Geschmack


So geht's:

Erwärme die Buttermilch in einem Topf und zerlasse die Butter darin. Dann lass das Gemisch auf ca. Raumtemperatur abkühlen, bevor du mit dem Hefeteig weitermachst.

In der Zwischenzeit das Mehl mit der Hefe, dem Natron, Salz und Zucker vermengen. Dann die abgekühlte Butter-Milch dazugeben und alles mit den Knethaken des Mixers oder der Küchenmaschine einige Minuten verkneten. Anschließend mit den Händen noch etwas weiterkneten und nicht wundern, der Teig ist relativ klebrig, aber bitte kein Mehl hinzufügen! Es ist alles gut so, wie es ist...;)
Den Teig zu einer Kugel formen und mit einem feuchten Geschirrtuch abgedeckt an einem warmen Ort ca. 45 min gehen lassen, bis er sich fast verdoppelt hat; bei mir hat es allerdings etwas länger gedauert :) Wenn der Hefeteig etwas zu langsam geht, kann man den Backofen kurzzeitig auf ca. 50 °C hochheizen, ausschalten und den Hefeteig bei leicht geöffneter Klappe hineinstellen, dies beschleunigt den Gehprozess etwas.

Den Teig in der Schüssel mit den Fingerspitzen etwas niederdrücken, dann auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben, in zwei Teile teilen und noch ein paar Minuten ruhen lassen.

Währenddessen kann man schon einmal die Kräuterbutter für die Füllung vorbereiten.
Dafür die weiche Butter mit den Kräutern, dem Salz und dem Knoblauch mit dem Mixer gut verrühren.

Dann zwei Muffinformen buttern, alternativ kann man auch, wie ich, in Silikonförmchen backen...als Herzchen sehen die fertigen Brötchen auch sehr schön aus :)

Jetzt die Teighälften auf ca. DIN-A4-Format ausrollen oder -ziehen. Dann großzügig mit einer dicken Schicht Kräuterbutter bestreichen, dabei wirklich bis zum Rand buttern! Sonst bekommt irgendjemand später ein Brötchen ohne Kräuterbutter, und das wäre wirklich schade ;)

Den Ofen auf 200°C Ober-und Unterhitze vorheizen.

Nun schneidet man die Platten längs in fünf gleiche Streifen, die man dann mithilfe einer Palette oder eines Brotmessers säuberlich übereinander legt und anschließend quer in 12 gleiche Stücke schneidet.

Diese legt man jetzt in die Formen, und zwar mit der Schnittfläche nach oben. Es kann sein, dass man nicht wirklich sieht, dass es sich um Fächer handelt, da die einzelnen Schichten jetzt durch das Schneiden sehr nah aneinander liegen...aber keine Angst, das Backen wird seinen Teil dazu tun :)

Als letzten Schritt die Fächer ca. 15 min. backen, bis sie leicht gebräunt sind und anschließend auf einem Gitter auskühlen lassen.

Sie kamen auf der Party sehr gut an, ich darf nicht vergessen, meinen Freundinnen das Rezept zu geben :)

Und so sahen sie aus:



Guten Appetit!

Liebe Grüße,

Miakatzi

Samstag, 18. Oktober 2014

HERBSTAKTION, Teil 2: Obst trifft Gemüse: Staudensellerie-Apfel-Kokos-Salat mit pikantem Himbeer-Honig-Dressing

Hallo :)

Endlich ist Wochenende! Kaum zu glauben, dass schon wieder eine ganze Woche vorbei ist und das Unileben wieder angefangen hat. Ein Glück, dass mein Stundenplan relativ Küchenmädchen-freundlich ist, ich habe meistens Zeit, mir mittags selbst etwas zu kochen. Heute allerdings war ja Samstag und da hat man, trotz anstehender Klausuren und dadurch bedingter Lernerei, ja etwas mehr Zeit für kulinarische Experimente.

Also habe ich heute erst etwas gebacken, kleine Kaffee-Gugelhupfs ohne Fett, die mir allerdings etwas zu sehr nach Puderzucker und zu wenig nach Kaffee schmecken...deshalb werde ich sie nicht posten :)

Heute Abend gab es zwar auch etwas kalorienarmes, aber es war für meinen Geschmack interessanter für den Gaumen ;)

Ich war mal wieder kreativ und habe selbst ein Rezept kreiert, um endlich den Staudensellerie loszuwerden, der schon seit Anfang der Woche mein ganzes Kühlschrankfach blockiert. Allerdings hatte ich auf Sellerie pur keine Lust. Da kam mir, passend zu meiner Herbstaktion der Gedanke, dass ich schon einmal irgendwo einen Sellerie-Apfel-Salat gegessen habe und der eigentlich ganz lecker geschmeckt hat.

Äpfel hatte ich, dank der Ernteaktion bei meiner Oma, genügend vorrätig, noch dazu sehr aromatische (ich empfehle jedem die Sorte Elstar, derzeit mein Lieblingsapfel). Und da ich mir zur Zeit morgens mein Müsli mit Obst und Quark zubereite, waren auch gefrorene Himbeeren im Haus... also habe ich mich gleich ans Werk gemacht :)

Für 2 Portionen brauchst du:

4 große Stangen Staudensellerie
1 mittelgroßer Apfel
ca. 10 Himbeeren
ca. 20 g Kokosflocken
ca. 2 EL Weißwein- oder Himbeeressig
2 TL Honig
Pfeffer, Muskat

Und so geht's:

Wasche den Sellerie und schneide die unteren bzw. oberen angetrockneten Enden ab. Dann schneide den Sellerie schräg in ca. 1 cm breite Stücke.
Den Apfel vierteln und das Kernhaus entfernen. Dann die Viertel längs in schmalere Schnitze schneiden, dabei nicht ganz oben anfangen, sodass die Schnitze noch an einem Punkt zusammenhängenbleiben - so kann man jetzt quer zu diesen Schnitzen schneiden und muss nicht jeden einzeln zerkleinern :) Dadurch erhält man kleine Dreiecke.
Sellerie- und Apfelstücke in eine Schüssel geben und bis auf einen kleinen Rest für die Dekoration die Kokosfloken daruntermischen.

Jetzt folgt das Dressing. Dafür zerdrückt man 6-7 der Himbeeren mit einer Gabel so lange, bis keine Stückchen mehr sichtbar sind. Jetzt gibt man den Essig und den Honig dazu und verrührt die Mischung gut. Zum Schluss noch frische Muskatnuss darüberreiben und mit Pfeffer würzen. Nocheinmal umrühren.

Zum Anrichten einfach je die Hälfte des Salates auf einen Teller geben und das Dressing mit einem Löffel hübsch darauf verteilen. Man kann auch schöne Verzierungen am Tellerrand damit kreiren ;)

Als Sahnehäubchen obenauf streut man noch die restlichen Kokosflocken und garniert das Ganze mit den übrigen Himbeeren. Fertig ist der leichte, herrlich fruchtige und überhaupt nicht zu sehr nach Sellerie schmeckende Überraschungssalat :) Und schön aussehen tut er auch:


Guten Appetit (das Gute Gelingen kann man sich an dieser Stelle sparen, es ist wirklich zu simpel ;)

Liebe Grüße,

Miakatzi

Montag, 13. Oktober 2014

Rückkehr aus dem Paradies, ran an den Backofen: kleiner Mohn-Käsekuchen

Bom Día!

Ja, ich war im Urlaub. 9 Tage im Paradies liegen hinter mir...wo das liegt? Vor der afrikanischen Küste. Es nennt sich Madeira. Bestimmt denkt jetzt jeder an Rentner in Reisebussen, an alternde englische Ehepaare mit Sonnenhüten ("That flower is lovely George, isn't it?") und an Romy Schneider in ihrer Paraderolle als Sissi, die ja bekanntlich aufgrund ihres Lungenleidens eine Zeitlang auf Madeira war.
So ist es auch.
Allerdings macht es überhaupt nichts! Denn die wunderbare Natur macht jedes Klischee wett. Die Insel ist wie geschaffen für alle erdenklichen Pflanzen, und was bei uns im Topf auf der Fensterbank dahinkümmert, wächst auf Madeira einfach so am Straßenrand. Wir schwelgten in Obst, für das jetzt die ideale Jahreszeit war: Äpfel, Birnen, Bananen von der Insel (diese schmecken ganz anders als bei uns, sie sind kürzer und dicker und das Fruchtfleisch ist fest, dunkelgelb und schmeckt viel fruchtiger und saftiger), Maracujas (Passionsblumen wachsen als Terrassenbeschatter oder einfach so, am Zaun entlang), Mangos, Orangen, Zitronen, Trauben (der Wein wuchert wild auf beinahe jeder erdenklichen freien Fläche) und viele, viele mehr. Außerdem habe ich eine neue Frucht kennengelernt: Die Ananasbanane, die genau so schmeckt, wie sie heißt, und unglaublicherweise ist sie die Frucht des Philodendron, einer Zimmerpflanze! (Wer nicht weiß, wie sie aussieht, kann ja einmal googlen ;)
Außer Obst gibt es auf Madeira natürlich den Lorbeerwald und auch viele Eukalyptusbäume, sodass man sich teilweise wie in Australien fühlt. Bis auf die Temperatur, denn diese beträgt das ganze Jahr angenehme 25 °C, im Winter etwas kühler, im Sommer etwas wärmer.
Und auch der Ozean war über 23 °C warm, sodass ich tatsächlich einmal im Meer schwimmen war...herrlich! Und das, obwohl Madeira eine Vulkaninsel ist und eigentlich hauptsächlich Steilküsten besitzt, wobei der steile Abfall auch unter Wasser weitergeht und das Meer um die Insel herum von einem unglaublich intensiven Dunkelblau ist. In diesem Wasser leben natürlich auch besonders viele Fische und auch Wale. Typisch ist der schwarze Degenfisch, Espada, ein Tiefseefisch, der zwar ein bisschen fremdartig aussieht, aber wunderbar schmeckt..
Aber am besten lasse ich einfach Bilder sprechen, das ist sowieso viel eindrücklicher:


Das war der Ausblick nach links von unserem Hotelbalkon...am Morgen :)

Der Ausblick vom Hotel nach rechts...

Hibiskus

der rauhe Atlantik bei Porto Moniz

So sieht es vom Gebirge in der Inselmitte gesehen aus 

der Lorbeerwald

Amaryllis belladonna...wachsen überall am Wegesrand

die Strelitzien, für die Madeira berühmt ist

besagter Philodendron

...eine blühende und fruchtende Bananenstaude

Bougainvillea...wächst bei uns auch nur mickerig.

eine Bananen-Passionsblume, sie hat leberwurstförmige Früchte

Zügeldelfine, die wir beim Whale watching gesehen haben


...hier spielen sie mit dem Boot!

selbstgepflückte Maracujas...

Was ist das? 

In der Markthalle von Funchal. Das längliche Grüne sind die Philodendronfrüchte...

Nach 9 Tagen hieß es dann zurück in die Normalität, sprich, nach Deutschland. Glücklicherweise meinte es der Wettergott gut mit uns, denn bei unserer Ankunft konnte auch good old Germany mit spätsommerlichen Temperaturen aufwarten, sodass der Kontrast zur Insel nicht ganz so stark war.
Am Freitag ging ich dann gleich wieder meiner Hauptbeschäftigung nach: Backen ;)
Für den zum Zweck der Apfelernte angesetzten Besuch bei meiner Oma habe ich mich für kleinen Käsekuchen mit Mohn entschieden. Klein deshalb, weil ich mir ja schließlich die im Urlaub und auch schon davor angefr******* Pfunde wieder absparen muss und deshalb nur ein winzig kleines, schmales Probierstückchen gegessen habe ;) Und wie heißt es so schön: Klein, aber oho.

Da der Kuchen bei meiner Familie gut ankam, verlasse ich mich auf ihr Urteil und gebe nun das Rezept weiter :)

Für eine Springform 20 cm braucht man:

für den Teig:

125 g Mehl
25   g Zucker
1     Prise Salz
1     Eigelb
65   g kalte Butter

für die Mohnmasse:

60   mL Milch
25   g Butter
25   g Zucker
1/2  TL abgeriebene Zitronenschale
125 g gemahlener Mohn (wir kaufen immer ungemahlenen Blaumohn und mahlen in dann selbst in               unserer Mohnmühle, er schmeckt dann einfach aromatischer)

für die Käsemasse:

1     Ei
(1     Eiweiß)
60   g Zucker
250 g Quark (20%)
100 g Schmand
1     gehäufter EL Speisestärke
1/2  TL abgeriebene Zitronenschale
2     TL frisch gepresster Zitronensaft

Und so geht's:

Aus den Teigzutaten rasch einen Mürbeteig kneten, nicht wundern, er ist ziemlich bröselig! Dann den zu einer Kugel geformten Teig ca. eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen.

Für die Mohnmasse alle Zutaten bis auf den Mohn zusammen aufkochen, den Topf vom Herd nehmen und den gemahlenen Mohn einrühren. Anschließend mit geschlossenem Deckel in Ruhe quellen lassen.

Den Backofen auf 175 °C vorheizen.

Für die Quarkmasse das Ei trennen. Jetzt das Eiweiß (ich habe noch das Eiweiß, das vom Teig übrig geblieben ist, dazugegeben, so wird die Masse fluffiger!) erst leicht anschlagen, dann den Zucker einrieseln lassen und schön steif schlagen.

Das Eigelb mit dem Quark, dem Schmand, der Stärke und Zitronenschale und -saft gut verrühren und anschließend den Eischnee darunterheben. (Hier ist mir leider ein Missgeschick passiert und ich habe im Eifer des Gefechts vergessen, das Eigelb dazuzugeben. Das ist aber überhaupt nicht aufgefallen, die Masse ging trotzdem auf und hat wunderbar geschmeckt...puuh, nochmal Glück gehabt :)

Jetzt nimmt man den Teig aus dem Kühlschrank und rollt ihn etwas größer als die Fläche der Springform aus. Dann stellt man die gefettete und gemehlte Form auf den Teig und fährt einmal mit einem scharfen Messer die Kontur nach. Fertig ist der Kuchenboden, den man jetzt nur noch in die Form legen muss ...:) Für den Rand einfach die Ränder der Reste glatt schneiden und in der Form anbringen.

Dann gibt man zuerst die gequollene Mohnmasse auf den Teig und streicht sie glatt, hierauf folgt die Quarkmasse, mit der man ebenso verfährt.

Der Kuchen kommt jetzt für 30 min. in den Ofen (Umluft 160°), danach schaltet man noch einmal für 10-15 min. hoch auf 200 °C (Umluft 180 °C).

Den Kuchen auf einem Kuchengitter in der Form auskühlen lassen...und nicht traurig sein, wenn er wieder in sich zusammenfällt! Das ist nunmal bei den meisten Käsekuchen so...und er sieht beim Anschneiden trotzdem noch schön aus, versprochen :)




Gutes Gelingen und guten Appetit,

Miakatzi

P.S.: Die Bilder sind dieses Mal nicht so schön geworden, da ich sie in Eile aufnehmen musste...die ganze Familie hat hungrig darauf gewartet, ihn endlich aufessen zu können ;)

Das Rezept ist modifiziert und stammt aus dem GU-Buch "Kleine Kuchen"

Montag, 29. September 2014

Fremdgebacken: Zu Besuch bei Oma oder Zwetschgenkuchen mit Rührteig

Guten Abend :)

Jetzt kann ich mir endlich von der Bloggerinnen-Seele schreiben, was ich schon sage und schreibe 3 Tage (!!!) mit mir herumtrage...wieder ein Rezept, wer hätte das gedacht ;)

Die Hintergrundgeschichte ist dieses Mal ein Besuch bei meiner Oma. Sie hat sich jetzt doch endlich ihren grauen Star operieren lassen...und muss nun fünf Mal täglich Augentropfen verabreicht bekommen. Da habe ich mich kurzfristig entschlossen, sie doch für ein paar Tage zu besuchen und ihr dabei behilflich zu sein. Ich habe wirklich ein paar schöne Tage verbracht, meine Tante war auch da und ich hatte viel Spaß. Man genießt die Zeit mit geliebten Menschen eben besonders, wenn man sie sonst nicht so oft sieht...

Jedenfalls hat meine Oma auch einen relativ großen Obstgarten mit Birnen, Äpfeln und eben auch einem Zwetschgenbaum. Normalerweise bin ich nicht die allergrößte Zwetschgenliebhaberin, aber diese waren so schön groß und saftig, dass ich richtig Lust bekommen habe, etwas daraus zu machen. Und weil mein Drang zu backen schon wieder richtig groß wurde...was liegt näher, als ein Kuchen? :)

Dieses Mal wollte ich aber mal keinen 08-15 Zwetschgenkuchen backen...typisch mit Hefe- oder Mürbteig und Streuseln...und so weiter und so fort. Ich hatte Lust auf einen Rührteig, weil es einfach meine Lieblingsteigsorte ist. Und wieder einmal bin ich auf Barafras wunderbarem Blog gelandet und fündig geworden. Dieser Zwetschgenkuchen ähnelt ein wenig dem versunkenen Apfelkuchen, auch vom Geschmack her. Optisch macht er auch echt was her!

Man braucht für eine Springform, Durchmesser 28 cm:

500 g Zwetschgen
150 g weiche Butter
150 g Zucker
250 g Mehl
5        Eier (Zimmertemperatur)
3    TL Backpulver
1    TL Zimt (habe ich weggelassen)
(1 Packung Vanillezucker, steht nicht im Originalrezept)
1 Prise Salz

Puderzucker zum Bestäuben

Und so geht's:

Fette und mehle die Springform.

Dann die Butter mit dem Zucker (und evtl. dem Vanillezucker) weiß und cremig schlagen, dann die Eier einzeln gründlich unterrühren.

Das Mehl in einer Schüssel mit dem Salz, dem Zimt und dem Backpulver vermischen und esslöffelweise unter die Eiermasse rühren.

Jetzt kannst du schon den Teig in die Springform geben und glatt streichen.

Heize den Backofen auf 175 °C Umluft vor. Dann wasche die Zwetschgen und viertle sie. Die Viertel dann senkrecht jeweils kreisförmig in den Kuchen stecken, bis keine mehr darauf passen ;) Dabei immer einen Abstand von ca. 1-1,5 cm lassen. Dann ergibt sich das schöne, zebraartige Muster (siehe unten). Die Zwetschgen müssen nicht so tief im Teig stecken, dass man sie nicht mehr sieht...;) ich habe sie nur ungefähr bis zur Hälfte hineingedrückt, der Teig geht nachher dank der Eier und des Backpulvers gut auf und sie versinken schön.

Jetzt den Kuchen für ca. 40-45 min. in den Ofen schieben und nach einer Stäbchenprobe herausnehmen.

Nach dem Erkalten kann man ihn noch schön mit Puderzucker bestreuen...et voilà :)




Gutes Gelingen und Guten Appetit! In meiner Familie fand er sehr großen Anklang :)

Ich habe die Tage wirklich genossen...jetzt, wo der Herbst anfängt, gibt es dort wirklich sehr schöne Abendstimmungen zu beobachten. Ich habe einige schöne Bilder gemacht, als ich mit meiner Tante spazieren war...ich möchte euch einfach ein bisschen daran teilhaben lassen. Hier also zwei Bilder :)



Liebe Grüße,

Miakatzi

Sonntag, 14. September 2014

Kleine Sünden: Schokoladige Whoopie Pies mit Vanillebuttercreme

Hallo!

Vor einer Woche habe ich einen Moment der Freude erlebt, als ich herausgefunden habe, dass ich als Studentin die Bücherei in meiner Heimatstadt weiterhin kostenlos nutzen darf...ich habe seit meinem Abi vor einem Jahr keine Bücher mehr dort ausgeliehen, weil mein Ausweis dann abgelaufen war und ich nicht von dieser Regelung wusste...Man kann sich vorstellen, dass ich deswegen positiv überrascht war und gleich schnurstracks hingetigert bin, um mich mit Lesematerial einzudecken.

Natürlich komme ich auch an den Koch-und Backbüchern nicht vorbei...und dabei habe ich ein Buch über Whoopie Pies entdeckt. Da ich noch nie etwas über die gehört hatte, habe ich es mitgenommen.

Und es hat sich auch gleich eine Gelegenheit zum Ausprobieren ergeben...eine Freundin von mir hat ihre Abschiedsparty gefeiert und ich wollte sowieso etwas dafür backen.

Whoopie Pies sind die amerikanischen Gegenstücke zu Macarons. Häufig bestehen sie aus zwei Rührteigplätzchen. Diese werden dann mit einer beliebigen Füllung zusammengeklebt.

Als Chocoholic habe ich mich natürlich für dunkle Whoopie Pies entschieden, die als Krönung mit Vanillecreme gefüllt werden.

Dafür habe ich gebraucht:

Für (laut Rezept 15; bei mir, da ich mehr Leuten die Chance zum Probieren geben wollte, 24) Stück:

Teig:

250 g Mehl Type 405
1 TL  Backpulver
1        Ei
150 mL Buttermilch
40 g   Kakao
125 g weiche Butter
125 g Zucker
1 Prise Salz

Füllung:

120 g weiche Butter
80   g Puderzucker
1        Eigelb
1        TL Speisestärke (war bei mir aber mehr)
1 Pckg. Vanillezucker
120 mL Milch

Verzierung:

125 g Zartbitterkuvertüre
Deko nach Belieben :)

So geht's:

Den Backofen auf 180 °C Ober-und Unterhitze vorheizen.
Zuerst für den Teig das Mehl mit dem Kakao und dem Backpulver vermischen. Die Butter mit dem Zucker und dem Salz cremig rühren, dann das Ei hinzugeben und anschließend jeweils im Wechsel die Buttermilch und die Mehlmischung unterrühren.

Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech mit einem Esslöffel je 10 (bei mir waren es 16) runde Kleckse setzen. Wenn man sie mit dem Finger noch etwas rund- und glattstreicht, werden sie nahezu perfekt geformt aus dem Ofen kommen :)
Dann schiebt man das erste Blech auf die mittlere Schiene in den Ofen. Nach 10-15 min (bei kleineren Whoopies etwas kürzer) wieder herausholen und das nächste Blech in den Ofen schieben. Die Whoopies dürfen nicht gemeinsam in den Ofen, da sie sonst ungleichmäßig werden!!

Wenn alle drei Bleche gebacken sind, lass die Whoopies auf einem Gitter auskühlen.

Dann schmelze die Kuvertüre im Wasserbad und überziehe die Oberseite der Hälfte der Whoopies damit. Ich habe es so gemacht, dass ich schon im Voraus ein bisschen sortiert habe: Welche passen zueinander und welche sind schöner und welche sind nicht so schön? Die nicht so schönen habe ich dann als untere Hälfte verwendet.
Solange die Kuvertüre noch nicht getrocknet ist, kann man nach belieben mit Streuseln, Perlen etc. verzieren.

Während die Whoopies trocknen (geht am besten an einem kühlen, gut belüfteten Ort), kann man schon einmal die Buttercreme vorbereiten. Dafür verrührt man die Stärke mit 4 EL der Milch und kocht danach die restliche Milch mit dem Vanillezucker auf. Dann rührt man die Stärke ein, bis eine dickliche Creme entsteht (eigentlich genau wie beim Puddingkochen...). Schließlich nimmt man die Creme vom Herd und rührt das Eigelb ein.

Diese Creme muss vollständig abkühlen.

Dann kann man die weiche Butter mit dem Puderzucker schaumig rühren und löffelweise die Vanillecreme daruntermengen.

Wenn jetzt die Whoopies vollständig getrocknet sind, spritzt man mit einer Sterntülle kreisförmige Kleckse auf die flache Seite der als untere Hälfte angedachten Whoopies auf und setzt sie unter leichter Drehung erst mit der Oberseite zusammen und dann auf eine Platte oder in eine Aufbewahrungsbox...oder direkt in den Mund ;)





Viel Spaß beim Nachbacken wünscht

Miakatzi

Das Rezept stammt aus dem Buch "Trendküche.Whoopie Pies" vom compact via Verlag.

Freitag, 12. September 2014

...Der helle Bruder der Pizza: Flammkuchen mit Lauch

Hallo :)

In absehbarer Zeit bricht ja wieder die Zeit an, in der Essen auch durchaus die Aufgabe erfüllen muss, uns von innen heraus zu wärmen...und dafür eignet sich ein Flammkuchen bestens! Nicht umsonst bekommt man ihn auch auf jedem Weihnachtsmarkt.

Er ist aber auch schnell und leicht selbst gebacken! Die Kombination aus knusprigem Teig und dem saftigen, deftigen Lauchbelag ist einfach köstlich und macht gute Laune.

Die Variante, die ich euch heute vorstellen möchte, ist auch für diejenigen geeignet, die sich von Flammkuchen aufgrund seines Gehalts an Kalorien eigentlich sonst eher fernhalten würden...da im Rezept Magerquark und saure Sahne (10%-ig) verwendet werden.

Das ursprüngliche Rezept stammt von der Seite "Mamas Rezepte".

Für einen runden Flammkuchen braucht man:

Teig:

125 g Mehl Type 405
1/2 TL Backpulver
1/2 TL Salz
1 Ei
2 EL Olivenöl
2-3 EL kaltes Wasser

Belag:

150 g Lauch (geht auch mit Gemüsezwiebel!)
1 Stück Butter, ca. 10 g
Salz und Pfeffer
Thymian
50 g magerer Kochschinken oder Schwarzwälder Schinken, wer es würziger mag
100 g Magerquark
1 Ei
3 EL saure Sahne 10 %
Salz
Pfeffer

Und so geht's:

Zuerst bereitest du den Teig für den Flammkuchen vor. Dazu vermischt man Mehl, Salz und Backpulver in einer Schüssel und gibt danach die restlichen Zutaten für den Teig dazu und verrührt alles lcoker. Zum Schluss alles von Hand verkneten. Jetzt stellt man den Teig für ca. 30 min. kühl.

Für den Belag den Lauch putzen, waschen und in Ringe schneiden.
Dann in einer Pfanne die Butter erhitzen und den Lauch hineingeben, einige Minuten bei schwächerer Hitze unter Wenden dünsten.

Jetzt schmeckt man den Lauch mit Salz, Pfeffer und Thymian nach Geschmack ab und lässt die Mischung abkühlen.

Bereits jetzt den Backofen auf 250°C vorheizen.

Schneide jetzt den Schinken klein und mische Quark, Salz, Pfeffer, saure Sahne und das Ei gut miteinander. Zum Schluss den Guss, den Schinken und den Lauch miteinander vermischen.

Den Flammkuchen auf einem leicht mit Olivenöl gefetteten runden Pizzablech ausrollen und etwa 7 Minuten im Ofen vorbacken.

Danach herausholen und mit dem Belag bestreichen, im Anschluss wieder in den Ofen schieben und bei 225 °C 12-14 min fertig backen. Wann es Zeit ist, den Flammkuchen herauszuholen, erkennt man mithilfe seiner Augen: Der Rand des Flammkuchens sollte eine so goldbraune Färbung aufweisen, dass einem schon vom Anblick das Wasser im Mund zusammenläuft :)

Damit ihr wisst, was ich meine:

So sollte der Flammkuchen aussehen :)



Und jetzt...Guten Appetit :)

Liebe Grüße,

Miakatzi

Dienstag, 9. September 2014

HERBSTAKTION: Äpfel oder Birnen, das ist hier die Frage...No.1: original steirischer Birnenstrudel

Guten Morgen!

Es sieht ja so aus, als sei der Herbst schon ausgebrochen...jedenfalls hält die Obstschwemme an :) In unserem Garten konkurrieren Äpfel und Birnen gleichermaßen um meine Aufmerksamkeit. Deswegen muss man abwechselnd etwas mit beiden Früchten backen, damit sie nicht beleidigt sind...;)

Das ist der Grund für meine Herbstaktion: Äpfel oder Birnen, das ist hier die Frage!!

So halbwegs muss man den Äpfeln ja schon einen Punkt zusprechen...der versunkene Apfelkuchen war ja schon mit Gravensteiner-Äpfeln versehen.
Aber offiziell geht es jetzt los...

...und zwar mit einem Birnenrezept!

Vor Jahren haben wir einen Urlaub in der Steiermark verbracht. Ich war damals ca. 7 Jahre alt und habe den Bauernhof geliebt. Vor allem mit der Bäuerin habe ich mich super verstanden, ich war oft bei ihr in der Küche und habe zugesehen, wie sie selbst gebuttert oder auch gebacken hat. Einmal machte sie auch einen Birnenstrudel...und den fand meine Familie so genial, dass meine Mama das Rezept unbedingt erfahren musste!

Deswegen sind wir jetzt im Besitz des Wissens über die Zubereitung eines original steirischen Birnenstrudels...und das möchte ich nun mit euch teilen :)

Man braucht:

4-5 reife Birnen
Zimt, Zucker, Rum (-Rosinen), Semmelbrösel zum Bestreuen

für den Teig:

250 g Quark
250 g Butter
250 g Mehl
Salz

Und so geht's:

Für den Teig alle Zutaten miteinander verkneten, eventuell noch etwas Mehl hinzufügen.

Den Backofen auf ca. 175 °C Ober-und Unterhitze vorheizen, die Birnen schälen, vierteln und die Viertel quer in Scheiben schneiden.

Den Teig mit etwas Mehl ungefähr rechteckig und ca. 0,3-0,4 cm dünn ausrollen.
Dann mit Zucker, Zimt, Rum (-Rosinen) und Semmelbröseln bestreuen und  die Birnenstücke daraufgeben. Man sollte allerdings darauf achten, dass ca. 2 cm vom Rand aus frei bleiben, schließlich soll der Strudel ja gerollt werden!

Dies geschieht nun, indem man den Teig von der langen Seite des Rechteckes aus zur gegenüberliegenden hin mehrmals vorsichtig umschlägt; am besten hat man immer "die Hand am Teig", damit keine Birnen herausfallen und der Teig nicht reißt. Schließlich schlägt man an den Seiten die offenen Ränder nach unten um. Jetzt den fertigen Strudel vorsichtig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen...

...und für ca. 50-55 min backen.

Vor dem Servieren bestreut man den Strudel dann dick mit Puderzucker, wie sich das gehört :)



Guten Appetit!

Hier übrigens noch ein Bild von unserem voll behangenen Birnbaum...ist das nicht ein toller Anblick?